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Tipps: Die richtigen Gamaschen für Dein Pferd

Jeder hat sich bestimmt schon einmal gefragt, welche Gamaschen welchen Zweck erfüllen. Leider gibt es im Netz keine richtigen Informationen darüber. Also habe ich mir gedacht, ich gebe euch diesbezüglich Input.

 

Ich fange erst einmal mit den ganz normalen Gamaschen an. Was sind eigentlich Gamaschen oder auch Hartschalengamaschen?

 

Diese sind dazu da, das Pferdebein vor Schlägen zu schützen. Dies kann durch da Streifen mit den Hufen, beim Springreiten durch die Berührung der Stangen, oder aber auch bei Waldausritten durch Gestrüpp passieren. Sie werden von hinten nach vorne an die Vorderbeine angebracht und in der Regel mit zwei Klettverschlüssen verschlossen. Sie liegen also komplett um das Pferdebein und haben lediglich vorne keinen Schutz durch die Hartschale, da dort die Gummis der Klettverschlüsse liegen.

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Natürlich gibt es verschiedene Verschlussmechanismen, sowie der Skiverschluss. Dieser besteht aus zwei Strupfen, die vorn am Bein mit Neopren abgepolstert sind und durch ein Schließsystem wie bei den Skischuhen einfach durchgezogen werden.

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Dann gibt es noch das Knopfschnellsystem, bei dem durch Gummibänder, ähnlich wie bei dem Klettverschlusssystem, die Gamaschen geschlossen werden, allerdings durch ein Loch am Ende des Gummibandes in den Knopf außen reingedrückt werden.

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Die meisten Gamaschen sind mit Neopren gefüttert. Neopren ist sehr pflegeleicht, robust und gut abwaschbar, zudem scheuert die Gamasche nicht am Pferdebein. Einfach eine simple und schnelle Lösung zum Schutz der Beine.

 

Zu den Gamaschen, die an den Vorderbeinen angebracht werden, gibt es für die Hinterbeine die Streichkappen. Wie der Name uns schon verrät, sollen sie gegen das Streifen der Hinterbeine schützen. Sie gibt es in der normalen Löffelform, die außen den Klettverschluss haben und innen die Hartschale.

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Außerdem gibt es die Streichkappen auch in geschlossener Form, die dann von hinten an das Bein angebracht werden und somit rundum schützen. Ganz unten gebe ich euch Do’s und Don’ts wenn ihr auf Turnier reitet bezüglich der Beinschoner.

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Jetzt kommen wir zu den Lammfellgamaschen. Diese haben, wie der Name schon sagt, eine Lammfellfütterung. Lammfell ist ein reines Naturprodukt und hat dementsprechend natürliche Eigenschaften. Lammfell ist: durchblutungsfördernd, wärmeausgleichend ( an kalten Tagen wärmt es das Pferdebein, somit werden die Sehnen und Bänder schneller warm und werden vor Verletzungen geschützt; an warmen Tagen kühlt es das Pferdebein und leitet Feuchtigkeit und Hitze ab). Allerdings gibt es auch Nachteile mit Lammfellgamaschen. Sie können zum Beispiel scheuern, wenn man auf Sandboden reitet (da Gamaschen engumliegend am Pferdebein sitzen, kommen trotzdem die feinen Sandpartikel rein und durch die Bewegung kann es bei empfindlichen Pferden zu Hautreizungen kommen). Des Weiteren sind sie nicht gut für das Gelände, bzw. bei sehr nassem Untergrund geeignet, da sich Lammfell sehr stark mit Wasser vollsaugen kann und somit die Gamasche sehr schwer wird und evtl. das Rutschen anfängt. Trotz alledem reite ich sehr gern mit Lammfellgamaschen meine Turniere. :-) 

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Jetzt mal eine kleine Info zwischendurch. Immer wieder gibt es Diskussionen über Gamaschen und Sehnenschoner. Eigentlich ist bzw. war es total simpel. Sehnenschoner sind diese, die komplett um das Pferdebein gehen, also auch vorne am Röhrbein geschlossen sind. Sie sollen ja die „Sehnen schonen“. Da sich vorne am Röhrbein die Strecksehne befindet und diese durch Stangenkontakt oder im Cross Country Schläge oder Stöße abbekommen kann, hat man die Beine früher so geschützt. Gamaschen sind also diese, die das Pferdebein nicht komplett umschließen, sondern vorne offen sind. Eigentlich wirklich einfach, jedoch ist es der Industrie mittlerweile auch egal, da das Wort „Gamasche“ eingebürgert wurde. So viel dazu :-D

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So, nun komme ich mal zu den Fesselkopfgamaschen. Diese schützen, so wie der Name uns schon verrät, zusätzlich den Fesselkopf des Pferdes. Warum gibt es diese Gamaschen eigentlich? Früher dachte man, dass sie beim Springreiten den Fesselkopf stützen, was dann aber ganz schnell ein Mythos wurde, da dem natürlich nicht so war. Man müsste diese so fest ziehen, dass sich ein massiver Blutstau bilden würde. Also sie sind genauso dazu da, gegen Streifverletzungen oder Schlägen zu schützen, wie die normalen Gamaschen auch. Mittlerweile sind sie bei den Dressurreitern sehr beliebt, da sie hübscher aussehen als Gamaschen und leichter anzubringen sind als Bandagen.

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Weiter geht’s mit den Stallgamaschen. Ein ganz sensibles Thema… Nun ja, Stallgamaschen sind dazu da, die Pferdebeine in der Box zu schützen. Da es schon viele heiße Diskussionen diesbezüglich gegeben hat, gebe ich auch meinen Senf dazu. Natürlich schützen sie in der Box die Pferdebeine. Es gibt einfach Pferde die sich benehmen wie ein „Körperklaus“, sowohl beim Aufstehen als auch beim  Hinlegen in der Box. Solange das Pferd keine Eisen hat und es sich streift, passiert nicht viel. Jedoch sieht es mit Eisen schon ganz anders aus. Schnittverletzungen oder sogar (aus eigener Erfahrung) Griffelbeinbrüche können die Folge sein. Letztendlich sind Stallgamaschen ganz einfach anzubringen und verursachen laut Tierarzt auch keine Folgeschäden, so wie es bei den komplett einbandagierten Pferden der Fall ist. Stallgamaschen führen nämlich nicht zu einem sogenannten Lymphstau und sind zudem (in den meisten Fällen) atmungsaktiv. Ich persönlich lasse sie weg, wenn man aber ein Pferd  hat, das sich ständig die Beine anhaut, wäre es schon sinnvoll, welche anzubringen. Lieber so, als alle paar Wochen den Tierarzt da (und ganz ehrlich, es ist auch nicht angenehm für das Pferd) und vielleicht sogar Folgeschäden bekommen (Knochenreizungen etc.).

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Stallgamaschen ade. Nun komme ich zu den Transportgamaschen. Selbstverständlich sind sie dazu da, das Pferd während des Transportes zu schützen. Ich persönlich halte davon gar nichts. Der Grund? Meine Pferde haben sich die so gut es geht immer abgelatscht, weil alle immer zu locker saßen, oder einfach gerutscht sind (trotz richtiger Passform und richtigen Anlegens). Nun ja, ich greife zu den oben genannten Stallgamaschen, da diese sehr pflegeleicht sind (man kann das Inlay rausnehmen und waschen und hat nicht gleich zwei Waschmaschinen zu laufen, da man alle vier Transportgamaschen nicht in eine normale Waschmaschine bekommt). Es mag bestimmt einige geben, die auf Transportgamaschen schwören, aber ich habe mir über Jahre etwas anderes einfallen lassen. 

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Ich werde euch (Springreitern) nun einmal erläutern, was die sogenannten „Zuckis“ alias Zuggamaschen sind. Zuckis sind dazu da, um den Pferden während des Sprunges mehr die Möglichkeit zu geben, sich hinten zu öffnen, also mehr durch den Körper zu springen. In der heutigen Zeit wird es immer schwieriger, die Pferde durch den Körper springen zu lassen. Das liegt daran, dass die Zucht immer mehr auf Leistung und weniger auf das Exterieur getrimmt wird. Natürlich kommen noch ganz viele andere Faktoren hinzu, die ich aber jetzt nicht weiter erläutern werde. Jedenfalls gibt es die Zuckis in verschiedenen Größen und Wirkungsgraden.  

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Da viele nicht genau wissen, was auf Turnier erlaubt ist und was nicht, gebe ich euch hier eine kleine Liste, an die ihr euch halten müsst, wenn ihr nicht mit den Richtern konfrontiert werden möchtet.

 

 

 

Erlaubt

 

Gamaschen:

 

  • Dressurreiter LP Klasse E-M und Dressur LP Klasse E-S auf dem Vorbereitungsplatz
  • Springpferde LP, Freispring LP und Eignungsspferde LP
  • Spring und Gelände LP Klasse E-S, Geländepferde LP Klasse A-M, Jagdpferde LP Klasse A-S, FN Hunterklassen, Kombinierte Dressur, Springen, Gelände LP      analog Eignung
  • Innenfutter Lammfell, Neopren
  • Außen Hartschale, Kunststoff, Leder

 

Streichkappen:

 

  • Dressurreiter LP Klasse E-M und Dressur LP Klasse E-S auf dem Vorbereitungsplatz
  • Springpferde LP, Freispring LP und Eignungsspferde LP
  • Spring und Gelände LP Klasse E-S, Geländepferde LP Klasse A-M, Jagdpferde LP Klasse A-S, FN Hunterklassen, Kombinierte Dressur,       Springen, Gelände LP      analog Eignung
  • Mit einfachem Klettverschluss (mind. 5cm breit)
  • Mit doppelt gegenläufigem Klettverschluss (mind. 5cm breit)
  • Mit verlängertem Neoprenfutter innen 
  • Die Kappe bzw. Hartschale der Streichkappe darf maximal 16cm lang sein

 

 Nicht erlaubt

 

 Gamaschen:

 

  • In Dressurreiter, bzw. Dressurprüfungen der Klassen E-S
  • Mit Betreten des Vorbereitungsplatzes Springen dürfen keine Veränderungen mehr vorgenommen werden ( sie dürfen nicht einfach ab oder  angebracht      werden, OHNE mit einem Richter gesprochen zu haben, der dies absegnet und dann vor seinen Augen geschehen muss)
  • Keine Gewichte in den Gamaschen, sie dürfen maximal 500g pro Pferdebein (ohne Hufeisen) wiegen

 

 

 Streichkappen:

 

  •  In Dressurreiter, bzw. Dressurprüfungen der Klassen E-S
  •  Mit Betreten des Vorbereitungsplatzes Springen dürfen keine Veränderungen mehr vorgenommen werden ( sie dürfen nicht einfach ab oder angebracht werden, OHNE mit einem Richter gesprochen zu haben, der dies absegnet und dann vor seinen Augen geschehen muss)
  •  Keine Gewichte in den Streichkappen, sie dürfen maximal 500g pro Pferdebein (ohne Hufeisen) wiegen
  •  Kein Lammfell in Springpferde LP, Freispring LP und Eignungs LP
  •  Keine geschlossenen Streichkappen, die von hinten um das Pferdebein angelegt werden in Springpferde LP, Freispring LP, Eignungs LP

 

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